Rennbericht · Race Across Germany

Race Across Germany 2026 – Vizemeister Ü50 nach 52 Stunden

30. Oktober 2026 · Stefan Feilen

Hallo zusammen! Das Race Across Germany 2026 liegt hinter mir – und es war wieder ein Rennen voller Höhen und Tiefen.

Die Vorbereitung lief mal wieder nicht ideal. Ein paar Wochen vor dem Rennen hat mich ein Auto beim Überholen angefahren. Aber wir haben trotzdem das Bestmögliche daraus gemacht.

Stefan Feilen im Trikot des Race Across Germany mit seinem Zeitfahrrad

Wie jedes Jahr waren wir in unserer Ferienwohnung untergebracht, die wir fürs Race Across immer buchen. Gestartet wurde dieses Jahr am Freitagvormittag. Das Wetter war gut, wir hatten Rückenwind und konnten am Anfang richtig, richtig Tempo machen.

Gegen Abend bekamen wir allerdings Probleme mit dem Funk, der nicht ideal funktioniert hat. Das hat uns etwas Zeit gekostet. Durch die erste Nacht bin ich trotzdem richtig gut gekommen – ganz ohne Schlaf.

Der zweite Tag ist sehr, sehr zäh gestartet. Aber mit den ersten Sonnenstrahlen ging es langsam wieder besser, und der Tag lief eigentlich richtig gut. Am zweiten Abend hat uns dann ein Problem mit dem Garmin noch einmal Zeit gekostet. Nichtsdestotrotz haben wir alles gegeben.

Durch die zweite Nacht bin ich nicht mehr ohne Schlaf gekommen. Gegen vier Uhr morgens musste ich mich hinlegen – einfach auf einer Isomatte vor dem Auto, das Rad daneben. Nach etwa 45 Minuten wurde ich wach, weil ein anderer Autofahrer angehalten hatte. Er dachte, Frank und Rüdiger im Pacecar hätten mich angefahren. Geklärt war die Situation erst, als ich aufgestanden bin und gesagt habe: Es ist alles gut, es ist wirklich so, wie die beiden erzählen.

Als es hell wurde, ging es langsam wieder. Die Beine waren aber schwer, der Tritt nicht rund – man hat gemerkt, dass die Kasseler Berge ihren Tribut gefordert hatten. Doch irgendwann stand Ines am Straßenrand.

Als ich sie gesehen habe, sind mir Flügel gewachsen.

Ich konnte noch einmal richtig Power geben und Wattwerte treten wie am ersten Tag, teilweise sogar mehr. So haben wir in den letzten vier, fünf Stunden noch einmal richtig Zeit gutgemacht.

Am Nachmittag kamen wir in Garmisch an: nach 52 Stunden brutto, davon gut 44 Stunden reine Fahrzeit. Damit bin ich Deutscher Vizemeister Ü50 in der Kategorie Supported geworden.

52 hBrutto bis Garmisch
44 hreine Fahrzeit
Platz 2Deutsche Meisterschaft Ü50

Ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis ehrlich gesagt nicht. Mein Ziel waren unter 48 Stunden – das haben wir nicht geschafft, wir hatten einfach zu viel Standzeit. Aber genau daraus lerne ich für das nächste Rennen.

Ein riesiges Dankeschön geht an meine Crew: Ines, Frank und Rüdiger. Ich bin den dreien richtig, richtig dankbar, wie sie das als Team für mich mitgerockt haben. Ohne Crew und ohne Team wäre so etwas definitiv nicht möglich.